Programm 16. November 2017

FHS ST.GALLEN

  • ab 17:00 Uhr – Raum 0111 – MEET ÄND HÄNGS

Raum für Aufenthalt, Austausch und Verpflegung. Dazu spielt Sebastian Bill von 17:30 – 18:00 Uhr und so von 19:15 – 19.45 Uhr work- und folksongs.

  • ab 18:00 Uhr – Raum 0106 – Der Arbeitstag – damals und heute

(1) Eindruck zu „damals“ – inspiriert durch das achte Kapitel in Marx Kapital. (2) Und heute? Stichworte um „moderne Arbeitsverhältnisse“: Wettbewerb (auch betriebsintern) / Leistung / Produktivität / Wachstum / Management / Innovation / Effizienz / Termindruck / Erreichbarkeit / Flexibilität / Loyalität / Hierarchie / Projektarbeit / Teamwork / Exzellenz / Profilbildung / Selbstvermarktung / Selbstoptimierung /  Weiterbildung / Qualifikation / Karriere / Employability / Eigenverantwortung / „unternehmerisches Selbst“ / „Ich-AG“ / Selbst- und Sozialkompetenzen / Kreativität / Evaluation / Messbarkeit / Qualitätskontrollen / Leistungsnachweise / Sparsamkeit / Benchmark / Wirkungsorientierung / Kontrakte / MAG / Zielvereinbarung / Lösungsorientierung / Nachhaltigkeit / befristete Arbeitsverträge / Jahresarbeitszeit / mobiles Arbeiten / Homeoffice / Business-Lunch / Überstunden / Burnout / Work-Life-Balance / Gesundheitsmanagement usw. // Wir diskutieren, wie wir die Subjektivierung von Arbeit sowie verschleierte Herrschaftsformen, Macht- und Ausbeutungsverhältnisse erkennen und thematisieren können und fassen gemeinsam solidarische Perspektiven für die Arbeit – aber auch für das Studium.

  • 18:00 Uhr – Raum 0137 – Bildung und Kritik – Anmerkungen zum Kritikpotential des Bildungsbegriffs

Aktuell wird Bildung entschieden wie nie gefordert. Betrachtet man diese Forderung genauer, liegt die Vermutung nahe, dass aktuelle bildungs- und gesellschaftspolitische Entwicklungstendenzen Bildung überwiegend funktionalistisch verstehen und so durch diese der ursprünglich kritische Impetus des Begriffs ausser Kraft gesetzt wurde. Vor diesem Hintergrund soll gezeigt werden, dass die Spannung, der Widerspruch zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Verwertbarkeit dem Bildungsbegriff immanent ist und welche theoretischen und praktischen Konsequenzen daraus erfolgen können.

  • 19:00 Uhr – Raum 0153- Diskussion von Werten und Haltungen an (Fach-)Hochschulen am Beispiel der Fachhochschule St.Gallen

Wir diskutieren Werte und Haltungen an der FHS, die in verschiedenen (Grundlagen-)Papieren zum Ausdruck kommen und sprechen über deren Kontexte und den konkreten Einfluss auf Studierende und Mitarbeitende. Dieser Programmpunkt spricht insbesondere Studierende und Mitarbeitende der FHS an, aber auch Leute von ausserhalb – beispielsweise Studierende und Mitarbeitende anderer Bildungsinstitutionen – sind dazu eingeladen. In den Papieren stecken nämlich Ideologien, die uns alle betreffen; diese möchten wir identifizieren und gemeinsam analysieren. Selbstverständlich können auch weitere Beispiele mitgebracht werden.

  • 19:00 Uhr – Raum 0169 – Film: Work Hard Play Hard

„Arbeit als Freizeit: Carmen Losmanns „Work Hard – Play Hard“ führt hellsichtig an die Abgründe des neuen ökonomischen Totalitarismus am Arbeitsplatz“ (FAZ, 2012). Anschliessende Diskussion.

20:00 Uhr – Raum 0137 – Beitrag von Philosoph Thomas Telios (HSG)

Weilt noch in Griechenland – Inhalt noch offen

PALACE 21.00 UHR: 

  • Haus Bartleby – Zentrum für Karriereverweigerung (Berlin): „Ich möchte lieber nicht / I would prefer not to“

Karriere ist die Option, die uns angeboten wird. Es ist ein impliziter Befehl zur Freiheit. Wer diese Entscheidung nicht treffen will, gilt bald entweder als eine Verliererin oder ein Irrer. Denn wer seine Loyalität nicht nach oben hin delegieren mag, wird fallen, heißt es. Wer sein Leben nicht in den Dienst der Arbeit stellt, ist ein Faulpelz. Doch was ist Arbeit? Wie arbeiten wir, wenn wir arbeiten? Und für wen? Sind wir „Aussteiger“, wenn wir etwas anders machen? Welche Probleme ergeben sich? Wie kann Mensch leben in einer Umgebung, die nicht für fortschrittliche Entscheidungen eingerichtet ist?
« Tu sais que ce soir il y a un crime vert à commettre. Comme tu ne sais rien, mon pauvre ami. Ouvre cette porte toute grande, et dis-toi qu’il fait complètement nuit, que le jour est mort pour la dernière fois. » – André Breton
 
Haus Bartleby ist ein Zusammenschluss von Arbeitern, Journalistinnen, Programmierern und Theaterdramaturgen in Berlin. Zuletzt veröffentlichten sie „Das Kapitalismustribunal“ (Passagen Verlag, Wien 2016) und „Sag alles ab! – Plädoyers für den lebenslangen Generalstreik“ (Edition Nautilus, Hamburg 2015). Die Gruppe wird mit der Besetzung der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Spätsommer 2017 in Verbindung gebracht und begleitet die inhaltlichen Auseinandersetzungen um dieses zentrale Theater der Stadt. Nach Sankt Gallen kommen die Buchherausgeber, Karriereverweigerer und Aktivisten Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp.

 

Zum Schluss legt DJ HANS CASABLANCA PLATTEN AUF!

Tanzen, Tanzen, Tanzen

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